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Category : Allgemein

St. Peter Windig

Es war windig in St. Peter. Und der Strand war sandig. Alles wie immer. Und wenn man in der Standbar 54° eine Kartoffelsuppe mit ca. 20 Nordseekrabben für 15 € bestellt, weil man einfach neugierig ist, was das wohl für eine Kartoffelsuppe ist, die 15 € kostet, dann stellt man fest, dass es eine ganz normale Kartoffelsuppe ist, die einfach nur 15 Euro kostet.

Wenn ihr auch mal vom NDR gefilmt werden wollt, müssst ihr in 12°- Wasser baden. Aber mit Badekappe. Nicht dass nachher ein Haar im Meer ist.

 

Ausflug ins Grüne.

Die Tücken der Veröffentlichung.

Während eines Events muss es immer schnell gehen. Für das Portrait der Gastgeber hatte ich ungefähr eine Minute und das Bild der leeren Flaschen sollte eigentlich nur internen Dokumentationszwecken dienen.

Jetzt sind beide Bilder in Deutschlands größtem Weinmagazin gelandet. Yey!! Leider inklusive leichter Überbelichtung und Grünstich, dafür ohne Foto-Credit – weder im Heft noch online.

Wieder was gelernt. Weiß nur noch nicht genau was.

Kick Ass Cup 2019 kostet Lehrgeld.

In meiner Eigenschaft als Sportreporter berichte ich heute vom Kick Ass Cup 2019, der an beiden Tagen des Wochenendes ausgetragen wurde. Mit Bildern von zwei Begegnungen am Samstag.

Die Harbor Girls hatten sie sich Teams aus Barcelona, Glasgow und Namur eingeladen und es war klar, dass sie damit keine Spaziergänge gebucht hatten. Alle Teams sind hochkarätige Gegner und das zeigte sich auch in den Ergebnissen. Die Niederlagen waren deutlich, aber das schien kein Problem zu sein. Beim Rollerderby feiert man einfach die Siege der anderen. Die Vorstellung, dass ein Fußballspiel 8:1 endet und sich anschließend alle lachend in Armen liegen, taugt ja für einen Comedy-Sketch. Beim Rollerdeby hingegen ist es normal.

Das heißt nicht, dass vorher nicht mit allen erlaubten Mittel gekämpft wird und im allgemeinen Gewühl auch mal hart auf weich trifft. Eigentlich ist es verwunderlich, dass dies eher selten passiert.

Das Spiel gegen Barcelona war allegmein eher hart für die Harbor Girls. Nur selten konnte sich ihre Jammerin so durchsetzen wie hier:

Die Wall der Spanier*innen stand meist extrem solide. Hier bleibt nur der Star Pass als Ausweg, d.h. die Jammerin gibt ihre Kappe und damit ihre Rolle im Spiel weiter und wünscht viel Glück.

Und die Interims-Jammerin macht sich auf den Weg.

Wie es dann weitergeht, muss ich bei Gelegenheit in Erfahrung bringen. Ganz unkompliziert ist das Regelwerk leider nicht, wie schon ein Blick auf den Rechner eines der zahlreichen Non Skating Officials vermuten lässt.

Spieler*innen oder Referees und Non Skating Officials – wer ist eigentlich in der Überzahl auf dem Track. Nächstes Mal zähle ich durch.

Hier freuen sich die Spanier*innen über den Sieg.

Auf dem anschließenden obligatorischen Gruppenfoto ist es schon schwieriger, Gewinner*innen und Verlierer*innen zu unterscheiden. Selbst wenn man es weiß, ist es schwierig, zumal die Projektion des Ergebnisses verdeckt ist. Ein scharfer Blick auf das schwarze Shirt hinten in der Mitte könnte helfen.

Die Euphorie im Fanblock hielt sich in Grenzen.

Hey ho, Glasgow! Im nächsten Spiel wurde es noch schwieriger durchzukommen. Das könnte wohl auch daran gelegen haben, dass die Harbor Girls beim zweiten Spiel in Folge schon etwas angezählt waren.

Die Jammer*in der Gegenseite schien nach Belieben an der Wall der Hamburger*innen vorbeizuhuschen. Ein sehr ungewohntes Bild in Hamburg.

Entspannte Stimmung in der Halbzeit.

Auf in die zweite.

Die Wall formiert sich für den nächsten Jam.

Doch es half nichts. Am Ende jubelten die Schott*innen.

Trotz allem war die Stimmung in der Halle gut. Helfer feiern Helfer.

Referees reparieren zwischendurch die Trackmarkierung.

Und es wird geglitzert.

Krach, Wumms, Dengel!!

It’s Rollerderby again. Dieses Mal in der Sporthalle des Christianeums. Darmstadt war da, um gegen das A-Team der Harbor Girls zum Bundesligaspiel anzutreten und ein Team aus Prag wollte sich mit dem B-Team messen.

Das A-Team läuft ein. Dazu läuft „Boys wanna be her“ von Peaches. Das fett produzierte Gitarrenbrett verfehlt seine Wirkung nicht. Wenn das Team  dabei und unter dem Jubel der Deckhands ganz langsam in Haufenformation die erste Runde dreht, dann ist das schon ne richtig gute Show. Den Song habe ich auf dem Weg nach Hause übrigens in Dauerschleife gehört.

Hier der Beweis, dass Rollerderby nichts für Memmen ist.

Hier auch.

Und hier.

Die Jammerin erkennt man übrigens am Stern auf dem Helm.

Rollerderby ist im Fernsehen. Der NDR war da und der Beitrag ist auch online sichtbar. Dauer 3:30 Minuten.

Die Refs besprechen sich mit einem NSO – Non Skating Official.

 

Kante, die Jammerin der Harbor Girls, hat sich mal wieder durchgewühlt und macht sich auf die Überrunde.

Halbzeitpause ist um, Anheizen zur 2. „Weil wir es können!“

Ich bin ja kein Experte, aber als Haltungsnote ist hier wohl ne 1 angebracht.

Den Endstand darf man wohl deutlich nennen. So krasse Leistungsunterschiede sind ein typisches Merkmal wenig verbreiteter Sportarten. Mal sehen ob der NDR-Beitrag für eine Angleichung der Leistungen sorgt.

Und wie immer nach dem Spiel dürfen alle durchs Jubelspalier rollen und alle abklatschen.

Und nun betritt das B-Team den Track.

Gar nicht so irrelevante Randnotiz: Die Harbor Girls gehören zum FC St. Pauli und nicht nur deshalb tragen sie auch die Werte mit, für die der in dieser Hinsicht großartige Verein steht – z.B. siehe oben.

Die erste Halbzeit ist schon rum und wird analysiert, um in der 2. noch ne Schippe draufzulegen.

Hallooooo? Bisschen mehr Ernst bitte. Wir sind ja nicht zum Spaß hier.

Das Team aus Prag wendet die Polonaise-Taktik an. Um es vorwegzunehmen: hat sich nicht bewährt.

Auch in diesem Bout wird der Beweis der Memmenfreiheit erbracht.

Hinfallen ist im Training übrigens ein Standard. Aufstehen erstrecht.

Lob für DJ Lütten, der den Track zum Dancefloor macht.

Yes! Gewonnen. Wenn man gesehen hat, wie sie mitgefiebert hat, hätte man denken können, es wäre knapp gewesen.

Wer zuletzt tanzt, tanzt am besten.

Bääm! Am 5. und 6. Oktiber geht es mit dem Kickass Cup weiter.

Goldideen

So würde ich ja meinen Laden nennen, wenn ich Goldschmied wäre. Bin ich aber nicht. In diesem Fall war ich Fotograf und wollte einer Goldschmiedin vorschlagen, wie man ihren Schmuck mal anders als in der ewigen High Key Optik fotografieren könnte. Es muss ja nicht ales glämzen, was Gold ist. Hat aber nicht geklappt. Schade. Dafür habe ich jetzt Fotos von Schmuck und Gemüse.

Business-Portraits

Es kann ja auch ein Problem sein, wenn die Arbeit Spaß bringt. Zum Beispiel, dass man sie mit Spaß verwechselt. So wie hier. „Ganz einfache Bewerbungsbilder“ war das Briefing. Shoote ich ganz flink, hatte ich gedacht, aber nicht gemacht. Am Ende war das Budget noch immer schmal, nur schnell war nix. Selber schuld. Learning: Während des Jobs ab und zu dran denken, dass es gerade kein Hobby ist und jede zusätzliche Einstellung mit 17 Varianten den Stundenlohn weiter in Richtung Lächerlichkeit schiebt. Ärgern muss ich mich aber über nichts. Bilder gut, Kunden glücklich, Portfolio aufgefrischt.

Und weil wir gerade dabei waren, gleich noch was für Social Media. Was schwarzweiß für einen Unterschied macht.

Sprechstunde beim Önologen.

Carl Tesdorpf verkauft Weine für gehobene Ansprüche. Für solche wie meine also nicht. Ich fotografiere nur, wie sie getrunken werden. Neulich im Hotel Süllberg* zum Beispiel, wo Tesdorpf einigen Kunden ein Treffen einem der berühmtesten Önologen der Welt arrangierte. Und das war kein Arzttermin. Im Gegenteil: Eric Kohler vom Chateau Lafite Rothschild macht Wein. Premium-de-Luxe-Wein.

 

 

vlnr: Tesdorpf Geschäftsführer Pierre Enjalbert und seine Gäste Eric Kohler und Xavier Logette von Chateau Lafite Rothschild. Zeitaufwand für dieses Foto: 10 Sekunden. Glück gehabt.

Passend nice Location für dieses Treffen: der Ballsaal des Hotels Süllberg.

Der Chef des Hauses, Karlheinz Hauser kam dann auch nochmal kurz aus der Küche. Auch ein One-Shot. Wieder Glück gehabt. Und vielleicht auch professionelle Models.

Am Ende des Abends durfte ich auch nochmal probieren. Gerade habe ich mal recherchiert: der Wein, dem ich zur allgemeinen Belustigung das Prädikat „schmeckt gut“ verlieh, war ein 1985er Chateau Lafite-Rothschild Pauillac AC. Und wenn das in meinem Glas 0,1 war, habe ich ganz nebenbei im Abschiedsplausch so 130 € weggeschluckt. Perls in front of pigs, aber jetzt habe ich etwas, um vor weinkundigen Freunden zu prahlen. Und natürlich werde ich Rotweine künftig mit den Worten „c’est pas de Lafite“ wegkippen. Blöd wenn es dann doch einer ist. Merken würde ich es nicht. Noch blöder, wenn ich dann die Gesichter dazu nicht fotografiert hätte.

*Die Autokorrektur hat aus Süllberg Müllberg gemacht. Die Autokorrektur hat keinen Geschmack.

We’re jammin‘

Noch immer gibt es die wunderbare Tradition der Welcome Music Sessions, die von der Initiative Welcome to Barmbek in der Zinschmelze veranstaltet werden. Jeden 2. Donnerstag im Monat.  Musik als verbindendes Element über Sprachbarrieren hinweg. Jeder ist willkommen und darf mitmachen: Menschen aus dem nahen Osten natürlich aber auch aus dem Rest der Welt und der Stadt. Sie bringen Instrumente mit, die ich noch nie gesehen habe und sie können damit umgehen. Die Musik ist nicht immer mein Ding, aber trotzdem finde ich die Veranstaltung großartig. Und ein paar gute Bilder springen auch immer wieder für mich dabei heraus.

Bevor die eigentliche Jam-Session losging, gab es ein paar Acts. Deren Herkunft mir nicht mehr ganz klar ist. Da habe ich nicht aufgepasst.

Hier wird der Iran besungen. Wenn das Land so schön ist, wie dieser Song, muss ich da mal hin.

 

Danach wurde gejamt mit fliegendem Wechsel zwischen Zuschauerraum und Bühne.

Und jetzt?

Suppe!

Machmal bin ich fast ein bisschen traurig, dass ich mein Akkordeon verkauft habe als ich 12 oder so war.

Online fndet Ihr die Welcome Music Session hier.

 

Herrenklo

Lange habe ich über den Titel nachgedacht. Das Ergebnis beeindruckt vermutlich. Wen auch immer. Ich bin ganz froh, dass mich niemand gesehen hat, als ich das Foto gemacht habe. Vor allem, als ich noch schnell die 2 Sitze korrigiert habe, die unten waren.