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Monthly Archives: Juni 2019

Business-Portraits

Es kann ja auch ein Problem sein, wenn die Arbeit Spaß bringt. Zum Beispiel, dass man sie mit Spaß verwechselt. So wie hier. „Ganz einfache Bewerbungsbilder“ war das Briefing. Shoote ich ganz flink, hatte ich gedacht, aber nicht gemacht. Am Ende war das Budget noch immer schmal, nur schnell war nix. Selber schuld. Learning: Während des Jobs ab und zu dran denken, dass es gerade kein Hobby ist und jede zusätzliche Einstellung mit 17 Varianten den Stundenlohn weiter in Richtung Lächerlichkeit schiebt. Ärgern muss ich mich aber über nichts. Bilder gut, Kunden glücklich, Portfolio aufgefrischt.

Und weil wir gerade dabei waren, gleich noch was für Social Media. Was schwarzweiß für einen Unterschied macht. (Falls verzerrt, bitte draufklicken)

 

Sprechstunde beim Önologen.

Carl Tesdorpf verkauft Weine für gehobene Ansprüche. Für solche wie meine also nicht. Ich fotografiere nur, wie sie getrunken werden. Neulich im Hotel Süllberg* zum Beispiel, wo Tesdorpf einigen Kunden ein Treffen einem der berühmtesten Önologen der Welt arrangierte. Und das war kein Arzttermin. Im Gegenteil: Eric Kohler vom Chateau Lafite Rothschild macht Wein. Premium-de-Luxe-Wein.

 

 

vlnr: Tesdorpf Geschäftsführer Pierre Enjalbert und seine Gäste Eric Kohler und Xavier Logette von Chateau Lafite Rothschild. Zeitaufwand für dieses Foto: 10 Sekunden. Glück gehabt.

Passend nice Location für dieses Treffen: der Ballsaal des Hotels Süllberg.

Der Chef des Hauses, Karlheinz Hauser kam dann auch nochmal kurz aus der Küche. Auch ein One-Shot. Wieder Glück gehabt. Und vielleicht auch professionelle Models.

Am Ende des Abends durfte ich auch nochmal probieren. Gerade habe ich mal recherchiert: der Wein, dem ich zur allgemeinen Belustigung das Prädikat „schmeckt gut“ verlieh, war ein 1985er Chateau Lafite-Rothschild Pauillac AC. Und wenn das in meinem Glas 0,1 war, habe ich ganz nebenbei im Abschiedsplausch so 130 € weggeschluckt. Perls in front of pigs, aber jetzt habe ich etwas, um vor weinkundigen Freunden zu prahlen. Und natürlich werde ich Rotweine künftig mit den Worten „c’est pas de Lafite“ wegkippen. Blöd wenn es dann doch einer ist. Merken würde ich es nicht. Noch blöder, wenn ich dann die Gesichter dazu nicht fotografiert hätte.

*Die Autokorrektur hat aus Süllberg Müllberg gemacht. Die Autokorrektur hat keinen Geschmack.